theatre du pain

theatre du pain

Mittwoch, 7. Juli, 18 Uhr
theatre du pain: Salon du Pain Vol. 2

 

Foto: André Scolick

Für manche Menschen ist das theatre du pain seit vielen Jahren eine Art Lebenserhaltungstheater für helle und dunkle Tage geworden. Ihr Spiel ist angewandte Dada-Philosophie und beweist, dass durch unser Streben nach Sinn, Ordnung und Struktur, dem Unsinn, der Unordnung und dem Chaos erst der Hof bereitet wird.

Jetzt sind die Barone des Absurden wieder da! Die Herren Suchner, Pollkläsener und König laden nach längerer Abwesenheit in ihren wunderbar verrückt-erbaulich-komischen tdp-Salon. Salon – das bedeutet: tdp auf Tuchfühlung in allen Ecken und an allen Kanten, die die Räume der beiden privaten Galerien, die dem Salon als kongeniale Orte dienen, bieten. Dort erwarten uns bislang unveröffentlichtes Material sowie nie oder sehr, sehr lange nicht gespielte Lieder und Szenen. Als Höhepunkte werden bereits jetzt hinter der Tür geschriene Gedichte, absolut lautlose Ohratmung und das Dasein bejubelnde „Mein Leben ist eine Explosion“ gehandelt.

Seit es im Jahre 1984 gegründet wurde, zerlegt das preisgekrönte Neodada-Ensemble die großen und kleinen Bühnen im In und Ausland, kämmt die langen Zotteln unserer Denkgewohnheitsteppiche gegen den Strich, was zu ebenso unvergessbaren wie erheiternden Erlebnissen führt. Irritation kann nämlich höchster Genuss sein. und erst den Blick freilegen auf ungeahnte Potenziale in uns. Das Rebellentum des bürgerlichen Individuums schläft den tiefen Dornröschenschlaf. Es will geweckt sein.