Kammerkonzert von Studierenden der HfK Bremen

Kammerkonzert von Studierenden der HfK Bremen

Foto der Musiker*innen Francia Sandres, Cello: Esther Garcia, Klavier: Kristofer Gjon

Foto: HfK Bremen HfK Bremen, Francia Sandres, Kristofer Gjoni, Esther Garcia

Samstag, 3. Juli, 19 Uhr
Kammermusik mit Studierenden der HfK Bremen

Kammermusik mit Klavier, Violine, Cello und Klarinette. Kompositionen von A. Chatschaturjan, D. Schostakowitsch und aus dem Atelier Neue Musik von J. Otte.

Kammermusik auf dem Domshof – kein Widerspruch, sondern eine glückliche Fügung. Die Bedingungen für gemeinsames Musizieren waren in den letzten Monaten außergewöhnlich und herausfordernd. Vieles musste gefunden oder neu erfunden werden –, und neue Wege führen zu neuen Dingen: Zum Beispiel zu neuen Freundschaften oder zu neuen Stücken. Es erwartet uns ein besonderer Konzertabend.

Das Programm:

Aram Chatschaturjan
Klarinettentrio Flügel

Vlad Savenko (Violine)
Liesa Rudolph (Klavier)
Miku Kato (Klarinette)

Dmitri Schostakowitsch:
1. Klaviertrio

Die Studierenden Francia Sandres, Esther Garcia und  Kristofer Gjonihaben ihr Trio 2020 mitten in der Pandemie gegründet und sich einen Weg erschlossen, ihr Temparament und ihre Leidenschaft für das gemensame Musizieren auch unter komplzierten Bedingungen nachzugehen und Erfahrungen zu teilen.

Aus der gemeinsamen Arbeit entwickelte sich eine Freundschaft. Die Studierenden haben an mehreren Meisterkursen teilgenommen und haben in dieser Besetzung bereits mehrfach Konzerte gegeben.

Violine: Francia Sandres
Cello: Esther Garcia
Klavier: Kristofer Gjoni

 

Dimitri Schostakowitsch
2. Klaviertrio, op 67 in e-Moll

Die Musiker*innen Fengyi Shi, Anna-Maria Reiß, Paula Sagastibeltz mit ihren Instrumenten

Foto: HfK Bremen Fengyi Shi, Anna-Maria Reiß, Paula Sagastibeltz

Um Freundschaft geht es auch im zweiten Stück des Abends. 1944 komponierte Dimitri Schostakowitsch sein Klaviertrio in Gedenken an seinen Freund Iwan Sollertinski. Beginnend mit einem Trauerthema im 1. Satz, über den beißend ironischen 2. Satz folgt im 3. Satz eine Passacaglia in Moll. Im 4. Satz vereint Schostakowitsch jüdische Themen mit Motiven aus den vorangegangen drei Sätzen.

Violine: Anna-Maria Reiß (Violine)
Cello: Paula Sagastibeltza (Cello)
Klavier: Fengyi Shi (Klavier)

 

Atelier Neue Musik – Violine und Klavier

Jonas Otte
Tabula rasa

Das Stück Tabula rasa des Studierenden Jonas Otte liegt einem Kompositionsprozess zugrunde, der sich mit der Paradoxie eines unbelasteten Neuanfangs beschäftigt. In der Komposition werden konventionelle und zeitgenössische Mittel einerseits eng miteinander verwoben, andererseits auch heftigen Konfrontationen und wechselnden Rollenverteilungen ausgesetzt. Dabei wird versucht, das Gewesene abzuschaben, was jedoch im Ergebnis zur Illusion führt.

Violine: Dorothea Gehrke

Dorothea Gehrke (*2000) entdeckte ihre Leidenschaft für die Violine im Alter von sechs Jahren und erzielte schnell erste Erfolge beim Wettbewerb „Jugend musiziert“. Im Jahr 2010 begann sie ihr Frühstudium an der Musikhochschule Hannover und schloss es 2016 mit der Abschlussprüfung des IFF (Institut zur Frühförderung musikalisch Hochbegabter) mit Bestnote ab. Währenddessen erhielt sie Unterricht von Grzegorz Kotow, dem Mitbegründer des Szymanowski-Quartetts. Es folgten ein erster Peis beim internationalen Savshinsky-Musikwettbewerb in St. Petersburg (2017) und anderweitige Solo-Konzerte. In dieser Zeit war sie auch Schülerin von Mikhail Gurewitsch, dem Gründer des Dogma-Chamberorchestras. Im Oktober 2018 begann sie ihr Violinstudium an der Hochschule für Künste Bremen bei Prof. Thomas Klug und ist seit Juli 2020 Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie.

Jonas Otte (*2000) begann seine musikalische Ausbildung in Klavier, Komposition und Musiktheorie ab dem Alter von sechs Jahren in seiner Heimatstadt Chemnitz. Neben diversen Meisterkursen für Klavier bei Prof. Christian A. Pohl und Kolja Lessing nahm er an einer Reihe von Musikwettbewerben teil und erreichte u.a. einen 1. Preis beim Bundeswettbewerb „Jugend Musiziert“ einschl. CD-Veröffentlichung des Deutschen Musikrates (2012), einen Sonderpreis beim Lions-Musikwettbewerb (2013) und war Förderpreisträger des Bundeswettbewerbes „Jugend Komponiert“ (2017). Im Zeitraum von 2012 bis 2018 war er Stipendiat der Begabtenförderung des LVdM Sachsen. Seit Oktober 2018 studiert er Komposition bei Prof. Jörg Birkenkötter und widmet sich parallel zum Kompositionsstudium zahlreichen Aufführungen zeitgenössischer Musik mit dem EnsembleANM Bremen und auch Solo- bzw. Kammermusikwerken. Seit Juni 2021 ist der Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes