globale° – Akın Emanuel Şipal

globale° – Akın Emanuel Şipal

Freitag, 13. August, 18 Uhr
Akın Emanuel Şipal liest im Rahmen des Literaturfestivals globale°

 

Foto: Katja Strempel

Akın Emanuel Şipal liest aus seinem Theaterstück „Mutter Vater Land“, das am 17. Juni 2021 im Kleinen Haus des Bremer Theaters unter der Regie von Frank Abt uraufgeführt wurde. Moderation: Daniel Schmidt

Hundert Jahre Familiengeschichte zwischen Deutschland und der Türkei. In Szenen, Anekdoten, Tiraden, Träumen und Rachephantasien lässt der Autor vier Generationen aufeinanderprallen. Von Istanbul über Wanne-Eickel, von Breslau nach Adana – es wird geputscht und geliebt, gekränkt und geflüchtet. Ein temporeicher Abriss der deutsch-türkischen Beziehungsgeschichte am Beispiel einer deutsch-türkischen KünstlerInnenfamilie; lakonisch, witzig und tief.

Im emotional geführten Diskurs über Zugehörigkeit und Heimat findet Şipal einen selbstironisch-souveränen Ton. Autobiographisches und Fiktionales, Theater und Text, Sprechen und Spielen geraten in Bewegung: „Alles Dunkle zurückgelassen erhofften sie am Horizont ein Funkeln von Schönheit. Doch angekommen an diesem Ort konnten sie nicht aufhören zu gehen.“

Akın Emanuel Şipal
1991 in Essen geboren, studierte Akın Emanuel Şipal Film an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Für sein erstes Theaterstück Vor Wien gewann er den bundesweiten Wettbewerb „In Zukunft“ 2012, für Santa Monica erhielt er den Förderpreis Literatur der Kulturbehörde Hamburg. Şipal ist als Drehbuchautor an diversen Kurz- und Langfilmen beteiligt, die zum beispiel auf dem Festival des Films du Monde de Montréal (Prix du Jury für The Bicycle), Shanghai International Film Festival oder Cairo International Film Festival zu sehen sind. In der Spielzeit 2016/17 war Şipal Hausautor am Nationaltheater Mannheim, von 2017-2019 am Theater Bremen.