Thementag UN-Dekade Meere und Ozeane

Thementag UN-Dekade Meere und Ozeane

Samstag, 14. August, 18 – 23 Uhr
Thementag UN-Dekade Meere und Ozeane

 

Weniger als zehn Prozent unserer Meere und Ozeane sind bisher erforscht. Zur weiteren Erforschung des für die Menschheit lebenswichtigen Organ des Planeten Erde startet 2021 die UN Dekade für Meere und Ozeane. Zum Auftakt veranstaltet Open Space Domshof einen Thementag zu unseren Meeren und Ozeanen.

Es wird vor allem ein Tag voller Bilder – Fotografien, bildhafte Vorträge, Projektionen, Theater und Musik – und Aktionen, die uns dem Element Wasser näher bringen. Mit dabei beim Thementag UN-Dekade Meere und Ozeane sind unter anderem das Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar-und Meeresforschung (AWI) und das Deutsche Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven.


(Sie können sich das Programm als PDF hier herunterladen)

 

 

Das Programm:

ab 15 Uhr (Zwischendeck, 1.OG)
„Forschen auf See“ – Hörspiel des Deutschen Schifffahrtsmuseums

Was alles an Bord eines Forschungsschiffes passiert, warum sich der Kapitän und die Fahrtleitung nicht immer einig sind und was wirklich gegen Seekrankheit hilft, verrät das Hörspiel „Forschen auf See“ des Deutschen Schifffahrtsmuseums. Das Hörspiel läuft im Zwischendeck im 1. OG des Open Space.

18 Uhr (Bühne)
Eröffnungsrede von Sea Shepherd
Meere und Ozeane – lebenswichtig für uns Menschen und unseren Planeten
Sea Shepherd ist eine internationale, gemeinnützige Meeresschutzorganisation zum Erhalt der Artenvielfalt und des marinen Ökosystems.

18.30 Uhr (Bühne)
Vortrag der Meereisphysikerin Stefanie Arndt (AWI) und Performance „Improtheater trifft auf Wissenschaft“ von BIK City Impro
Dr. Stefanie Arndt ist Meereisphysikerin am Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven (AWI). Bei Open Space präsentiert sie uns erste Ergebnisse der MOSAiC-Expedition – der größten Arktisexpedition der Geschichte. Wissenschaftler*innen aus zwanzig Nationen, darunter Stefanie Arndt, erforschten auf dieser Expedition die Arktis im Jahresverlauf.

Stefanie Arndt ermöglicht uns spannende Einblicke in die große Bedeutung der Polargebiete für das globale Klimasystem und legt dar, warum die schwindende arktische Meereisdecke auch für uns in Deutschland enorme Folgen haben wird. Und natürlich geht es auch darum, was jede*r Einzelne gegen den Klimawandel tun kann.

Stefanie Arndt koordiniert am AWI unter anderem das Meereis-Programm an der deutschen Antarktis-Forschungsstation Neumayer- Station III sowie die Feldarbeiten der Sektion im eisbedeckten Südpolarmeer. Bis heute hat die Forscherin an zehn schiffsgestützten und zwei landgestützten Expeditionen in die Arktis und Antarktis teilgenommen – darunter auch an der MOSAiC-Expedition, auf der sie das internationale Meereis-Team des dritten Fahrtabschnitts leitete.

Begleitet wird der Vortrag von der Performance „Improtheater trifft auf Wissenschaft“ von BIK City Impro – Fakten und Fiktion. Dabei lauschen wir Vorträgen zu aktuellen Forschungsfragen und tauchen ein in Kometen und Klimadiagramme, Quanten und Quarks, Robotik und Rorschachtests. Da unser Gehirn neue Eindrücke am besten im Schlaf verarbeitet, lassen wir die Fakten wie im Traum tanzen. Improvisierte Geschichten verquirlen Information und Emotion, treiben durch einen Fluss von Notizen und wenn am Ende noch Fragen offen sind, stellen wir diese den Expert*innen bei der anschließenden Diskussion!

19.30 Uhr (bei der Bühne)
Die Routen der ersten Nordpolar-Forschungsexpeditionen
Präsentation von Frederic Theis

19.50 Uhr (Bühne)
Die MOSAiC-Expedition: Ein Jahr eingefroren im Eis
Kurzvortrag von Jan Rohde, Ingenieur am Alfred-Wegener-Institut

Im September 2019 brach der Forschungseisbrecher POLARSTERN zur größten Arktisexpedition unserer Geschichte auf. Satelliten, Roboter, Hightech-Kameras: Auf keiner Polarexpedition zuvor wurde das arktische Meereis bislang mit so viel moderner Technik vermessen wie im Rahmen der MOSAiC-Expedition. So gut wie jedes bekannte Messgerät kam zum Einsatz – bewährte Technik ebenso wie Neuentwicklungen.

Was ist ein elektromagnetischer Vogel? Wie werden die Messungen in der Luft und im Weltall sowie auf, im und unter dem Eis gemacht? Und wie kommt die Wissenschaft an die Daten für die wichtige Klimaforschung? Jan Rohde, Ingenieur in der Sektion Meereisphysik am Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven (AWI), erzählt uns, wie das Team alle Möglichkeiten nutzt, um das Meereis aus jedem Winkel zu untersuchen. Neben den Daten, Proben, Entdeckungen und Erfahrungen bringt er auch eindrucksvolle Fotografien aus der Arktis mit.

Jan Rohde ist Ingenieur in der Sektion Meereisphysik am Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven (AWI). Sein Aufgabengebiet ist sowohl die technische Betreuung der wissenschaftlichen Ausrüstung und die Vorbereitung von Feldexpeditionen als auch die Entwicklung innovativer Messgeräte für die Meeres- und Polarforschung. Er hat bereits eine Vielzahl von Expeditionen begleitet, unter anderem den ersten und letzten Abschnitt der MOSAiC-Expedition. Jan Rohde ist insbesondere mit den Helikoptern des Forschungseisbrechers POLARSTERN und den Forschungsflugzeugen POLAR 5 und 6 unterwegs.

Der Vortrag mündet in eine Bildershow mit beeindruckenden Bildern der MOSAiC-Expedition.

20 Uhr (Bühne)
Konzert „Oh No Noh“
Oh No Noh sucht nach Wohlklang in unkonventionellen musikalischen Settings, obsoleter Technik und alltäglichen Geräuschen. Oh No Nohs Live-Setup – ein Arrangement aus elektrischer Gitarre, programmierbaren Robotern und einem Kassettendeck – gleicht einem Klanglabor und klingt dennoch nach einem eingängigen Mix aus Indie, Ambient, Minimal Music und Electronica.

Markus Rom ist Protagonist dieses Langzeit-Experiments und arbeitet seit 2019 mit diesem Alter Ego. Er releaste eine EP bei TELESKOP, spielte mehrere Konzerte und Festivals und arbeitete an diversen interdisziplinären Kollaborationen. 2021 erscheint sein Debutalbum „where one begins and the other stops“ – eine Auseinandersetzung mit einem von Digitalismus und Algorithmen geprägten Zeitgeist und dem omnipräsenten Thema „Mensch und Maschine“.

21 Uhr
Stelzen-Art
Imposante Stelzenmenschen unterwegs bei Open Space und auf dem Domshof

22 Uhr (bei der Bühne)
Interaktive Eisschollenprojektion zur MOSAiC-Expedition
Eine große, strahlende Eisscholle wird auf den Boden projiziert, begleitet von atmosphärischen arktischen Klängen. Betritt man die Scholle, reagiert sie auf die Bewegungen – seien Sie gespannt!

Xenorama – das interdisziplinäre Studio für audiovisuelle Kunst, digitales Design und kreative Forschung, entwickelte diese beeindruckende interaktive Projektion gemeinsam mit dem Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar-und Meeresforschung (AWI). „Uraufgeführt“ wurde sie zum Start der MOSAiC-Expedition in Tromsø mit einer feierlichen Verabschiedung des Forschungseisbrechers „Polarstern“, der ein Jahr lang eingefroren im Eis durch das Nordpolarmeer driftete.